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Samstag, 6. Juni 2015

Katharina Raabe erhält den Deutschen Sprachpreis 2015

Wie das Deutsche Börsenblatt vermeldet, geht der heurige Deutsche Sprachpreis der Henning-Kaufmann-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft an Katharina Raabe. Die Suhrkamp-Lektorin ist Expertin für osteuropäische Literatur.
Katharina Raabe wurde 1957 in Hamburg geboren, studierte Musik, Musikwissenschaft und Philosophie, war Geigerin, Pädagogin, seit 1984 auch Redakteurin für verschiedene Verlage. 1993 bis 2000 literarische Lektorin bei Rowohlt Berlin, seit 2000 mit Schwerpunkt Osteuropa bei Suhrkamp. Dort betreut sie u. a. Juri Andruchowytsch, László Darvasi, Andrzej Stasiuk und Jáchym Topol. Für ihre Förderung und Verbreitung der osteuropäischen Literatur in Deutschland erhielt sie 2007 das Bundesverdienstkreuz. Sie lebt in Berlin.
Mit der Preisvergabe sollen die außergewöhnliche Lebensleistung und die Verdienste der Preisträgerin um die Gegenwartsliteratur Osteuropas gewürdigt werden.

Hier gehts weiter zum Artikel des Deutschen Börsenblattes [...]








Sonntag, 3. Mai 2015

Kleist-Preis 2015

Literarischer März 2015 Monika Rinck 01

Foto: kritzolina - Eigenes Werk
Lizenz: Creativ Commons by-sa 3.0
Der heurige Kleis-Preis geht an die 46-jährige Autorin Monika Rinck. Sie sei eine "Meisterin aller Tonlagen", so begründete Günter Bamberger, der Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft die Nominierung. „Rincks Registerreichtum ist so stupend wie ihr Witz. Ihre Texte können alles zugleich sein: virtuos und gelehrsam, berührend und pointenreich, humorvoll und melancholisch.“ Monika Rincks Werk wurde mehrfach bereits ausgezeichnet, u.a. mit dem Berliner Kunstpreis-Literatur 2012 und dem Peter-Huchel-Preis 2013.
Bekannt geworden ist sie durch Lyrik-Bände wie zum fernbleiben der umarmung, Helle Verwirrung und Honigprotokolle. Im März erschien ihre Essaysammlung Risiko und Idiotie. Streitschriften, wiederum bei Kookbooks in Berlin. 


Der Kleist-Preis ist mit 20 000 Euro dotiert. Frühere Preisträger waren unter anderem Heiner Müller, Herta Müller, Daniel Kehlmann und Sibylle Lewitscharoff. Die Auszeichnung wird am 22. November in Berlin verliehen.

Preis: "Das politische Buch - 2015"



Piketty in Cambridge 3 crop
Thomas Piketty (2014)
Foto: Sue Gardner Lizenz: Creativ Common by-sa 3.0
Die Auszeichnung "Das politische Buch" der Friedrich-Ebert-Stiftung geht 2015 an den französischen Ökonomen Thomas Piketty für "Das Kapital im 21. Jahrhundert" (C.H. Beck). Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird am 20. Mai in Berlin überreicht.

Die unabhängige Jury würdigt Pikettys "Das Kapital im 21. Jahrhundert" als "ein herausragendes Buch, in dem basierend auf der Auswertung einer beindruckenden Fülle von Quellen aufgezeigt wird, wie sich Strukturen von Kapital und Einkommen in den letzten Jahrhunderten verändert haben". Mit seinem Buch habe Piketty "einen wegweisenden Beitrag zu den hochaktuellen Debatten um soziale Gerechtigkeit und Verteilungsfragen geleistet und luzide dargelegt, wie die fortschreitenden Ungleichheiten die Demokratie gefährden".


Außerdem empfiehlt die Jury folgende Bücher als besonders lesenswert:

  • Heinz Bude: "Gesellschaft der Angst", 2014 (Hamburger Edition, HIS)
  • Paul Collier: "Exodus. Warum wir Einwanderung neu regeln müssen", 2014 (Siedler)
  • Yvonne Hofstetter: "Sie wissen alles. Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen", 2014 (C. Bertelsmann)
  • Konrad Paul Liessmann: "Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung", 2014 (Paul Zsolnay)
  • Mariana Mazzucato: "Das Kapital des Staates. Eine andere Geschichte von Innovation und Wachstum", 2014 (Antje Kunstmann)
  • Philipp Ther: "Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa", 2014 (Suhrkamp)

Zum Preis

Die Auszeichnung "Das politische Buch" der Friedrich-Ebert-Stiftung zählt zu den wichtigsten Sachbuchpreisen im deutschen Sprachraum. Sie wird jährlich verliehen für eine herausragende Neuerscheinung, die sich kritisch mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen auseinandersetzt, richtungsweisende Denkanstöße gibt und ihre Inhalte einem breiten Publikum verständlich macht.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen u.a. Timothy Garton Ash, Norberto Bobbio, Hans Magnus Enzensberger, Václav Havel, Richard Sennett, Heinrich August Winkler, Colin Crouch. 2014 erhielt Hannelore Schlaffer den Preis.

Quelle: Börsenblatt online