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Freitag, 12. Mai 2017

Hans Bäck - Newsletter Nr. 2/2017



Na, wie wird es weitergehen?
(s. auch Blogeintrag vom 3. Mai 2017)

Da haben wir – 1 Frau und 2 Männer – mit unserem literarischem Kabarett einige Zeit hindurch die Gegenden um Kapfenberg beglückt oder unsicher gemacht – je nach Betrachtungsweise. Vorerst ist einmal Pause angesagt.
Schöpferische Pause. Da wäre der mehrfach angekündigte 2. Band nach dem „Miteinander, nebeneinander, durcheinander“   Material hätten wir ja schon genug. Dabei stellt sich die Frage, sollen wir einen “offiziellen“ Verlag dafür suchen oder so wie bisher in Eigenregie arbeiten und die Einkünfte alle selbst für uns verbuchen (und versteuern) oder doch jemand der sich um die Kleinigkeiten wie Druck, Herstellung, ISBN, usw kümmert (wie eigentlich??) mitschneiden lassen?
Gut, aber das ist ja zweitrangig, zuerst müssen wir uns über die Texte, Inhalte usw. einig werden und dann kann es losgehen – was ja kein Problem ist, denn Ideen und Texte haben bereits mehr als genug.
Was ja nicht heißt, dass wir keine weiteren Auftritte mehr machen! Ganz im Gegenteil, wer uns haben will, bekommt uns (gerne und kostengünstig). Über Fahrtkosten, Honorare usw. können wir natürlich reden – eine Lösung wird sich immer finden lassen!
Sagen wir einmal so, ab Ende Mai sind wir wieder einsatzbereit – „2 Männer  + 1 Frau“

Aber, da gibt es ja vieles Anderes auch. Da habe ich mein Projekt über Vorkommnisse in Triest und Umgebung zu schreiben. Seit Jahren verfolgt mich dieser Plan,
diese Stadt ist so verdammt schön,  dass es mich immer wieder dort hin zieht und sich mein Projekt vertieft und der Schreibdrang zunimmt. Vielleicht, das nächste Mal, wenn ich dort bin und dem da auf den Kopf greife geht was weiter?

Der Sankt James J. möge mir helfen!

Ja, ein anderes, ebenfalls uraltes Projekt gibt es auch noch, das umzuarbeiten und fertigzustellen wäre. Aber dazu brauche ich viel Luft, die mir derzeit noch fehlt.

Das Manuskript „Unterwegs an den Küsten Alt-Österreichs“ ist auf Verlagssuche, vielleicht wird was draus. Dann hätte ich halt zusätzlich die Lesereisen einzuplanen – aber da soll es bekanntlich Schlimmeres geben!

Hafen von Duino an einem typischen Frühlingsmorgen!

Jedenfalls, für alle an meiner Literatur Interessierten, noch raste ich nicht, noch bin ich voll Ideen und Tatendrang, nur dauert es halt inzwischen schon ein wenig länger, bis wieder ein Kapitel eines Manuskriptes abgeschlossen ist. Habt Geduld, ich komme schon noch und werde euch rechtzeitig über meine Neuerscheinungen informieren!

Danke für das Interesse an unserem Kabarett, danke an meine kongenialen Partner Andrea – Volitiva und Wolfgang Lammer, wir machen weiter!

Und denkt daran, der Europa Literaturkreis Kapfenberg bringt nicht nur jedes Jahr ein Reibeisen heraus (heuer schon zum 34. Mal!), sondern hat unendlich viele Veranstaltungen während des Jahres im In- und Ausland, die Kolleginnen und Kollegen schreiben ebenfalls „wie wild“ und es gibt immer wieder Neuerscheinungen aus unserem Kreis – nachzulesen auf der Homepage

und alles über unser Literarisches Kabarett findet Ihr auf www.durcheinander.or.at neue Termine, Bilder von unseren Auftritten, Textproben usw.


Über Euer Interesse an unseren Arbeiten, an meinen und der meiner Freunde, freue ich mich und danke Euch dafür – haltet mir weiterhin die Treue.

Mein nächster Literatur Newsletter folgt dann im Sommer!

Hans Bäck
Member of PEN Trieste,
Mitglied des Europa Literaturkreises, sowie
FDA-NRW, ÖSV/AWA, Podium
Kapfenberg
Tel. 0043/676/513 6045
alt. 0043/664/837 33 13
Grillparzerstraße 8
A 8605 Kapfenberg

Sonntag, 15. Januar 2017

Literatur-Newsletter 2017/1



Liebe Literaturinteressierte, liebe Freunde, liebe Kollegen!

Es tut sich ja einiges in den ersten Tagen des Jahres 2017! 
Zuerst einmal, das was sich so in Kapfenberg und Umgebung tut  - nur kulturell, speziell bei derLiteratur! Ich werde mich hüten, über andere Zustände mich auszulassen, Obwohl es mich juckt und reizt, aber Schuster bleib bei deinen Leisten – vorerst einmal, man weiß ja nie was noch alles daher kommt. 

Gut – oder vielmehr schlecht, da hat uns im vergangenen Jahr die Nachricht überrascht, dass Hannes Pirker seine Galerie KUL nach mehr als 40 Jahren schließt. Hannes Pirker und die Galerie waren nicht nur für unsere Autoren immer eine Möglichkeit sich vorzustellen, sondern eine Kulturinstitution sondergleichen! Dieses Loch zu schließen, nein, das wird auf lange Zeit nicht möglich sein. Ganz bestimmt gibt es inzwischen viele kleine Initiativen, die kulturelle Veranstaltungen anbieten, aber mit dem Können, dem Herz und der Liebe, wie Hannes Pirker das betrieben hat, das müsste erst gefunden werden! Daher hat auch die Redaktion des „Reibeisen“ beschlossen, einen Grundsatz diesmal zu brechen und eine neuerliche Würdigung des Wirkens dieses großartigen Künstlers vorzunehmen (nach Reibeisen Nr. 13 aus dem Jahre 1996).

Es gibt sie noch, die Veranstaltungen, die von der „Öffentlichen Hand“ gestaltet werden. Da ist einmal die Ausstellung unseres Freundes Bernd Hasler ab 12. Jänner im KUZ und in der Woche darauf ein Abend zur Erinnerung an Christine Lavant. Das ist schon einmal etwas, was zum Kulturangebot der drittgrößten Stadt der Steiermark passt. Freuen wir uns auf diese beiden Veranstaltungen!

Kommen wir zum Europa Literaturkreis. Da gab es im Herbst die fällige Biennale 2016. Wir hatten die Möglichkeit viele Neuerscheinungen unserer Mitglieder einem interessierten Publikum vorzustellen. In Kapfenberg, im KUZ aber auch im Freien am Hauptplatz, im steirischen Weinland und im Literaturhaus Graz haben die Autoren aus D, A, BG aus ihren Werken gelesen und damit wieder einmal unter Beweis gestellt, dass Literatur auch außerhalb von Graz (oder wie der Edi Ferstl gesagt haben würde: Nördlich von Stiwoll) stattfindet. Ob das die steirische Öffentlichkeit auch so wahrnimmt, wird sich erst in der Zukunft weisen (ich habe keine Hoffnung mehr). Kapfenberger Autoren lesen im Ausland, werden eingeladen, veröffentlichen dort, aber in der offiziellen steiermärkischen Kulturpublizistik und –politik kommen wir einfach nicht vor. 
Ich habe schon einmal gefragt, was haben wir nicht, was die „Lichtungen“ und „Manuskripte“ haben? 
Die Frage ist noch immer nicht beantwortet. Eigenartige, um nicht zu sagen wirre,  literarische Versuche oder Übungen, wie sie von Zeit zu Zeit in den genannten renommierten Literaturzeitschriften vorkommen, haben wir auch, aber nicht von „berühmten“ Autoren, sondern von ehrlichen Literaten, die sich mühen, um jedes Wort ringen und sich mit plötzlichen Einfällen und Gags nicht zufrieden geben. 
Literatur aus fremden Ländern - haben wir auch, in jedem Heft gibt es einen Länderschwerpunkt und eine Vielzahl von Autoren aus dem europäischen Ausland, die uns ihre Werke zur Verfügung stellen. Wir können uns keine offiziellen Übersetzer leisten, das besorgen die Autoren von sich aus und geben uns die fertigen Werke. 
Vorstellung bildender Künstler aus jenen Ländern, welche den literarischen Schwerpunkt bilden, haben wir auch. In exzellenten Interviews, hervorragender Reproduktion der Werke und fundierten Erklärungen.
Druckfehler haben wir auch, aber nur ganz wenige (im Heft 33 waren es genau fünf), da können wir mit den erwähnten „Konkurrenten“ nicht mithalten – wollen wir auch nicht, und im Heft 34 wird es wieder nur einen maximal zwei Druckfehler geben – versprochen. Das muss uns erst nachgemacht werden.


Das war der Blick über den Tellerrand. Nun, in wenig von mir selbst, bzw. meinem Schreiben. Da hat mich im Herbst der Teufel geritten und nach meiner Rückkehr vom Urlaub auf/in Ischia habe ich mich hingesetzt und angefangen, zusammenzuschreiben, was mir in so in den vielen Jahren aufgefallen ist. Das ist natürlich eine ganze Menge. Dabei habe ich mich bemüht, die offiziellen Reiseführer der einschlägigen Verlage nicht zu plagiieren. Diese sind von exzellenten Autoren verfasst, mit unendlicher Sorgfalt redigiert und mit großer Genauigkeit abgefasst. Es wäre m. E. sinnlos, diese Arbeiten zu ergänzen, sie enthalten alles, was ein Reisender sucht und zu finden hofft. Dass diese Werke mit den Hotelverzeichnissen nicht immer am letzten Stand sein können, liegt in der Natur der Sache, aber dafür hat der Reisende heute ja Internet, Apps usw. Ich habe für meine Ischiabroschüre die Form der „Protokolle“ gewählt. Ein Protokoll stellt Fakten vor, ist aber trotzdem von den Eindrücken des Verfassers geprägt. Meine Protokolle sollen anregen, vielleicht einmal dort hinzufahren oder, wenn man schon dort wahr, es einmal ohne die wohlorganisierte Begleitung eines Reisebüros  zu wagen und ein wenig Abenteuerurlaub zu versuchen. Wobei ich hier schon festhalte, das Abenteuer hält sich dabei in überschaubaren Grenzen. Es ist einfach spannend, eine Reise mit Flugzeug/Bahn, Bus/Taxi und Fähre ohne Hilfe durch die Reisebüros zu unternehmen und dabei doch ein wenig mehr Einblick in das Alltagsleben jener Menschen zu bekommen, die uns den Urlaub ermöglichen. Die Broschüre ist in der Endbearbeitung und wird spätestens im Feber/März – also rechtzeitig zu Urlaubsplanung – vorgestellt werden.
Dann gibt es das Büchlein „Miteinander, nebeneinander, durcheinander“ das sich gut verkauft (wir müssen demnächst eine Zweitauflage planen), und unsere Überlegung, den Inhalt des Buches in Vorstellungen „unter die Leute“ zu bringen, geht auch auf. Hans Peter Wipplinger nannte den „Probevortrag“ der er miterleben konnte (bei der Biennale) ein „literarisches Kabarett“ das wollen wir auch so halten und betreiben. Für alle Interessierten: am 28. 1. findet in „Kultur im Glanz“ (Bruck/Mur, Glanzgraben 25) die nächste Veranstaltung statt. Wir freuen uns wieder über jede Besucherin, über jeden Besucher (auch wenn jemand schon mehrmals das erlebt hat, freuen wir uns übers Wiederkommen). Weitere Auftritte im Frühjahr sind schon in Vorbereitung!
Das ist ja auch so etwas, diese „Kultur im Glanz“ in einem hinteren Graben. Dort wo sich die Füchse und Hasen freundlich Gute Nacht sagen, betreibt der Fritz Kabinger eine Kulturinitiative, zusätzlich zu seinem Dachbodentheater in der Innenstadt von Bruck (das ihm jetzt die Feuerpolizei leider gesperrt hat). Es ist höchst erfreulich, was von den vielen kleinen, aber wichtigen Initiativen ausgeht. Gott sei Dank, gibt es diese (überall in der Steiermark). Vielleicht sind die Menschen bei uns in den letzten Jahrzehnte wirklich kreativer/künstlerischer geworden, denn aller Orten gibt es wieder eine Kulturveranstaltung, die sich aufmacht, Neues zu versuchen, neue Künstler vorzustellen. Gut dass es das gibt, denn die sogenannte Öffentliche Hand, kommt unter dem Druck der Budgetverhältnisse ja kaum mehr über die Veranstaltungen von arrivierten, renommierten Künstler hinaus. Wo und wann wird in den Kulturreferaten der Städte und Gemeinden darüber nachgedacht, auch die Neuen einmal zu Wort kommen zu lassen (im wahrsten Sinn des Wortes) – aber wenn das gesamte Budget in einige wenige „Großautoren“ und „Großmaler“ geht, bleibt halt nichts mehr für jene übrig, die sich eisern empor kämpfen wollen. In Allerheiligen gibt es auch so eine neue Kulturinitiative, die „Kreisslerin“ – schön und wir wünschen viel Erfolg und regen Zuspruch!
Mein Kollege Hans P. Gogolin aus dem „Kulturmaschinen Verlag“ (früher Berlin und nun in Ochsenfurth) hat mir zum Jahreswechsel den sprichwörtlichen Floh ins Ohr gesetzt, als er über Facebook mitteilte, mit seinem neuen Roman begonnen zu haben. Was geschah? Auch ich habe wieder (zum 4. Mal) begonnen und  hoffe, diesmal zu einem Ende zu kommen. Nachdem ich (fast) alle Aktivitäten im Europa Literaturkreis zurückgefahren habe, um mich meinen literarischen Plänen zu widmen, wird es hoffentlich heuer so weit werden, dass ich ein Manuskript auf die Reise schicken kann.
Eine internationale Meldung zum Abschluss noch: Der Landesverband des Freien Deutschen Autorenverbandes Hamburg/Schleswig-Holstein hat sich mit Jahresende aufgelöst. Zum Abschluss gab es noch eine wunderschön gemachte Anthologie „Wo Wege sich kreuzen“ Ruth Barg und ich waren viele Jahre hindurch Mitglieder im FDA HH/SH und sind daher auch in dieser Anthologie mit Beiträgen vertreten. Ich liefere gerne aus, Anruf oder Mail genügt und Buch kommt umgehend ins Haus. Also Folge der Auflösung sind wir nun beide – Ruth und ich -  in den Landesverband Nord-Rhein-Westfalen (NRW) übergewechselt, haben daher am 18. Feber in Düsseldorf im Kreis der künftigen Kollegen unsere „Antrittslesung“ – wir freuen uns bereits sehr darauf und bitten auch um ein wenig Daumenhalten, damit alles klappt. Immerhin ist der LV NRW mit 150 Mitgliedern der Stärkste des gesamten FDA – aber wir werden uns schon durchsetzen.
Erlaubt mir noch einen Hinweis. Ich werde immer häufiger von Verlagen eingeladen, neue Bücher zu besprechen. Diese Rezensionen sind jedes mal in unserer Homepage www.europa-literaturkreis/lesetipps/hansbaeck  oder auf unserem Blog http://europaliteratur.blogspot.co.at enthalten. Es würde mich freuen, wenn diese Lesetipps wirklich auch angenommen würden, meist sind es Bücher, die ich wirklich empfehle, wobei auch die Ablehnungen bzw. weniger guten Beurteilungen vorkommen und in die beiden Medien aufgenommen werden. 
Ich danke für die Geduld beim Lesen, der nächste Newsletter wird im Zusammenhang mit dem Reibeisen Nr. 34 im April erscheinen. Wer diesen (und die folgenden) nicht mehr haben will, bitte ein kurzes Antwortmail auf diese Nachricht und die Streichung aus der Liste erfolgt umgehend.

Einen schönen Winter, lustigen Fasching, nicht zu strenge Fastenzeit wünsche ich euch und bitte schaut in den Buchhandlungen, was es immer an neuen Büchern gibt. Die österreichische Literatur ist voll von großartigen Werken, sei es der neue Roman von Ransmayr „Cox“ oder von Evelyn Schlag „Caè Yemen“ um nur zwei Beispiele herauszuheben. So gesehen, wünsche ich euch ergänzend zu obigen Zeilen noch einen langen Winter, mit vielen Stunden daheim und guten Büchern in den Händen. Das ist immer noch besser, als sich über die miesen Programme des Österreichischen Staatsrundfunk oder so genannten Privat-Sender zu ärgern. Lesen verändert den Leser und damit auch immer ein wenig die Welt!

Mit lieben Grüßen, Euer Hans Bäck vom Europa Literaturkreis Kapfenberg!

Sonntag, 6. April 2014

Bäcks Nachlese - 1. Quartal 2014




Hans Bäck / 2014
Liebe Literaturinteressierte!



In wenigen Tagen ist es soweit und das Reibeisen 2014 wird vorgestellt! Die Ausgabe Nummer 31! Wer hätte 1983 gedacht, dass es „uns“ nach 31 Jahren noch immer gibt und wir bis dahin einen Umfang erreicht haben, von dem 1983 niemand zu träumen wagte. Doch was sagt der Umfang, es geht ja um die Inhalte, um die Qualität der Beiträge. Oft haben wir im kleinen Kreis darüber räsoniert, dass die Beiträge in den „alten,“ den „ersten“ Heften eine Qualität gehabt hätten, die später kaum mehr erreicht wurde! Doch wir wissen alle, wie das ist, mit dem „ja früher...“

         Lassen wir die Nostalgie, wenden wir uns der Literatur des neuen Reibeisens zu, nicht nur der Literatur, auch den übrigen Beiträgen. Wer nicht an einer der beiden Präsentationen in Kapfenberg (am 11. 4.) und in Wien (am 24. 4.) dabei sein kann, dem soll auf diesem Weg ein wenig Gusto auf das neue Heft gemacht werden – immerhin brauchen wir die Einnahmen aus dem Verkauf der Hefte genauso wie jene aus den Inseraten und Förderungen!

         Reibeisen Nr. 31 – ein Schwerpunkt: Unser Nachbarland Ungarn! Geschichte, Politik, Wirtschaft, Kultur von Sepp Kaltenböck wie immer kenntnisreich und detailliert dargestellt. Diese Beiträge von Sepp Kaltenböck sind immer ein Genuss zu lesen, die sind keine trockene Aufzählung von Daten, Jahreszahlen, das lebendige Schilderung einer tausendjahrelangen Zusammengehörigkeit.

         Was lag näher, als diesem Nachbarn auch einen umfangreichen Literaturteil zu widmen! Und da haben wir tatsächlich „Goldstücke“ bekommen. Dank einer intensiven Zusammenarbeit mit dem PEN-Club Ungarn erhielten wir von hochrangigen Mitgliedern dieser internationalen Schriftstellervereinigung hervorragende Beiträge: Kurzgeschichten, Romanauszüge, Gedichte, Essays. Und das alles ohne Honorarforderungen! Natürlich ist es uns eine Ehre und eine Freude, viele der ungarischen Autoren – immerhin stellen diese fast das komplette Präsidium des ungarischen PEN dar – bei unseren Präsentationen begrüßen zu können! Der ungarische Honorarkonsul in der Steiermark, Mag. R. Roth hat weiters eingefädelt, dass auch die ungarische Botschaft bei beiden Veranstaltungen vertreten sein wird. Wer wird da wohl vom offiziellen Kapfenberg dabei sein? Von der offiziellen Steiermark, nein da träumen wir ja nicht einmal mehr. Denn, wie sagte seinerzeit unser Ferstl Edi? Für die Grazer Kulturstellen, hört die Kultur der Steiermark an der Weinzöttlbrücke auf!

         Aber, liebe Literaturinteressierte, auch die übrigen Beiträge haben es in sich! Gastautoren aus Bulgarien und Polen sind ja inzwischen fast schon Stammautoren bei uns, aber auch aus Slowenien, Russland, Serbien haben Schriftsteller uns Beiträge zur Verfügung gestellt. Dazu kommen die Beiträge aus Deutschland und aus Österreich. Ja, meine Damen und Herren, im vierten Lebensjahrzehnt des Reibeisens hat sich dieses im internationalen Literaturbetrieb verankert. Dass der heimische von uns kaum Notiz nimmt, nun ja wir erscheinen ja in der Provinz und nicht in Graz. So ist das eben.

         Jedenfalls, das Reibeisen um € 15,- ist mit 245 Seiten so umfangreich wir noch nie, auch entsprechend schwer (leider), aber Sie haben wochenlang Lesestoff! Spannend, abwechslungsreich, international, humorvoll, tragisch, ach was, alles was Literatur ausmacht! Kaufen Sie das Reibeisen und Sie werden staunen!




Wir freuen uns, wenn wir Sie begrüßen dürfen!







Ein paar andere Gedanken möchte ich auch noch unterbringen, es gibt ja nicht nur das Reibeisen!



         Einige Diskussionen hat mein letzter Beitrag über die Fußballer und deren Förderungen bzw. die aufgeflogenen Machinationen ausgelöst. Ich halte für mich fest: Fußballer sind – üblicherweise, wie es im Sport heute Usus ist – gutbezahlte Profis, die einen Beruf ausüben. Und dass sie dabei auch auf ihr Geldbörsel achten ist einmal unbenommen. Ich erinnere nur an den legendären österr. Nationalspieler der vor Jahren bei den Vertragsverhandlungen sagte: „Brutto oder netto ist mir egal, ich will das Geld bar auf die Hand“ Und wenn der Bezahlung nachgeholfen wird, z. B. durch die Wettmanipulationen so ist das m. E. Systemimmanent! Wobei ich natürlich nicht automatisch jedem Fußballer unterstelle, zu manipulieren, doch die Möglichkeiten bestehen in großer Zahl und werden in großer Zahl auch wahrgenommen. Daher meine Zurückhaltung, mir ein Fußballmatch anzusehen und meine Bedenken gegen die übermäßige Förderungen der heimischen Fußballer durch die öffentliche Hand. Nun entspricht in Kapfenberg die Flutlichtanlage nicht mehr  den Bestimmungen, also muss der Steuerzahler her. Und sollten die Kapfenberger in die Bundesliga aufsteigen, dann muss der Steuerzahler für eine Rasenheizung sorgen. Was haben wir für Probleme unser Budget jährlich zu erstellen, das Reibeisen zu finanzieren usw. Die Durchführung der Biennale im kommenden Herbst zum Thema „Literatur und Arbeitswelt“ scheitert an den finanziellen Nöten von Bund, Land und Gemeinde. Mit einem Viertel der beheizten Rasenfläche im Stadion wäre uns für Jahre geholfen!



         Ich bewundere immer die Menschen, die Beiträge im TV mit Musik unterlegen müssen, da gibt es oft spannende Herausforderungen und meist gelingt das auch so ausgezeichnet, dass dem Zuseher/Zuhörer diese Begleitung kaum auffällt. Doch da gab es im Feber heuer einen Beitrag über Salzburg, wunderbare Bilder aus der Stadt und der Umgebung. Klar, da musste Mozartmusik als Untermalung her. Lachen musste ich jedoch, als bei dem Bericht über das Kapuzinerkloster am Mönchsberg die Arie des Cherubino aus der Hochzeit des Figaro „sagt holde Frauen, die ihr sie kennt, sagt ist es Liebe, was hier so brennt“ gespielt wurde. Köstlich!



         Ja, sparen müssen die öffentlichen Stellen, behaupten sie immer wieder. Da erinnere ich mich an etwas das ich seinerzeit gelernt hatte: Sparen kann ich nur Geld, das ich habe und nicht ausgebe, also auf „die Seite lege.“ Aber Geld, das ich gar nicht habe, wie kann denn das gespart werden? Da haben unsere Finanzgenies in Bund und Land wieder eine Bedeutung erfunden, die so sicher nicht gemeint war. Aber die deutsche Sprache hat schon ihre Tücken!



         Ja, sparen, da fiel mir noch eine Meldung auf: Als das Desaster mit dem Burgtheater aufflog, musste der Minister ein Rechtsgutachten einholen um die weitere Vorgangsweise mit dem Direktor des Hauses zu entscheiden. Nun wissen wir doch alle, die überwiegende Zahl der höherrangigen Ministerialbeamten sind ja Juristen. Warum muss dann ein teures Gutachten von einer externen Stelle eingeholt werden? Das verstehe ich nicht!



         Der internationale Frauentag wurde intensiv begangen, es ist keine Frage, dass Frauen in Österreich noch immer diskriminiert sind, wenn jedoch in Anwesenheit von Frauen aus dem Sudan und nach deren Berichten über ihre Lebensumstände die österr. Frauen über ihre Diskriminierung jammern, dann grenzt das für mich an Obszönität! Nochmals, ja die Frauen in Österreich werden noch immer diskriminiert, bekommen weniger Gehalt als Männer, werden bei den Aufstiegschancen benachteiligt, im Vergleich zu den Schilderungen aus dem Sudan, wo es selbstverständlich ist, dass die Frauen stundenlang mit den Kanistern am Kopf zu den Wasserstellen gehen, der Gewalt durch die Terrorbanden ausgesetzt sind, die Genitalverstümmelung an der Tagesordnung ist, von einer Möglichkeit eines Schulbesuches für die Mädchen nicht einmal geträumt werden kann, dann, ja dann, meine Verehrten – siehe oben!

         Es passt ja zum internationalen Frauentag, dass z. B. in der Schweiz erst im Jahre 1978 es Frauen erlaubt wurde, dem Schweizer Alpenclub beizutreten!



         Und dazu passt natürlich auch die Meldung, das Österreichische Normungsinstitut hat die ÖNORM A 1080 herausgegeben, wo die Richtlinie enthalten ist, die gendergerechte Schreibweise im Schriftverkehr zu unterlassen. Alle, die meine Nachlesen verfolgen, wissen, wie ich mich über die Auswüchse der gendergerechten Schreibweise immer schon geärgert habe und werden verstehen, dass ich dem Normungsinstitut (Austrian Standards heißt es ja jetzt) direkt dankbar bin. Die Bewohner der Wienerinnenstraße können aufatmen, sie bleiben Bewohner der Wienerstraße, und die Rotinnen, Schwarzinnen, Grüninnen bleiben ganz normale Rote, Schwarzen oder Grüne Parteimitglieder. Beruhigend!



         Es gäbe noch einiges, das mir auf der Zunge liegt, aber zu umfangreich soll die Nachlese auch nicht werden, sonst liest sie ja keiner.



         Abschließend, danke für Ihr Interesse, wie immer: keine offizielle Mitteilung des Europa Literaturkreises Kapfenberg, sonder meine persönliche Meinungen, und wer die Nachlesen nicht mehr bekommen will, kurze Antwortmail an mich und sie sind aus der Liste gestrichen!



Kommen Sie am 11. April in den Spielraum oder am 24. April in die österr. Gesellschaft für Literatur in Wien und schauen Sie, wie unser Reibeisen 2014 wurde!

(ich sage nochmals: ein Prachtexemplar!)



Hans Bäck

Sonntag, 7. Juli 2013

Bäcks Nachlese - 2. Quartal 2013






Liebe Literaturinteressierte!

Wenn ich diese Zeilen schreibe, steht der Bachmannpreis 2013 gerade in den Startlöchern. Die Ergebnisse werde ich daher in einer sep. Aussendung kommentieren. Nur soviel einmal vorab: Die Nachricht, dass der ORF aussteigen möchte, erreichte mich weitab im fernen Süditalien, aber sofort nach meiner Rückkehr habe ich die Protestnote des Gerhard Ruiss der IG Autoren unterschrieben. Es wäre ja wirklich ein Witz, aber würde zur österreichschen Befindlichkeit passen, wenn die Durchführung des Bachmannpreises geopfert werden müsste. Nur weil mit der Olympiade und der Fußball-WM Fernseh-Großereignisse anstehen, die dem armen ORF soviel Geld kosten! Na ja, das passt ja gut zu meiner ständigen Jammerei, das Match Kultur gegen Sport ist in der Öffentlichkeit und damit in der Förderung alles andere als ein Bewerb mit gleichen Voraussetzungen. Es ist nur anzunehmen und zu hoffen, dass der Herr ORF-Generaldirektor heuer in Klagenfurt mit oder weniger mit stolzgeschwellter Brust bekannt gibt, dass der Bachmannpreis in den nächsten Jahre doch noch gerettet sei. Der Preis dafür? Lieber nicht nachdenken! Denn das ORF-Orchester, eines der bedeutendsten Orchester für Neue Musik steht auf dem Sparplan. Fällt dem Generaldirektor nicht ein, vielleicht, die blöden und öden Doppelkommentatoren bei den Großereignissen im Schisport beispielsweise einzusparen. Warum müssen ausrangierte ehemalige „Spitzen“sportler bei den Ereignissen ihren Senf dazugeben? Diese Freunde habe jahrelang mit den Werbe- und Preisgeldern ordentlich Kohle gemacht, mit einem Steuersatz von dem Normalsterbliche in Österreich nur träumen können (25% Höchststeuersatz für deren Einkünfte!), müssen sie daher vom gebührenfinanzierten Rundfunk noch weiter unterstützt werden?

Ja, der Hans Bäck jammert immer und haut auf die Sportler hin! Es geht aber auch anders, liebe Freunde. Da hat der neue französische Präsident die Reichensteuer mit 75% eingeführt (eh nicht lange, musste sie bald wieder zurück nehmen), aber das Bemerkenswerte daran, diese Reglung galt auch für die Groß-Fußballkubs in Frankreich! Das ist schon einmal ein Beispiel! Wenn ich mir das in Österreich anschaue – Förderungen bis zur Insolvenz der Vereine, bei jeder dritten Gemeinderatssitzung in unserer Stadt steht wieder eine „einmalige Förderung der Kapfenberger Sportvereinigung – Sektion Fußball“ am Programm. Einmal ist es ein Tribünenbau, dann eine Fußbodenheizung im VIP-Bereich, dann ein Tribünenrückbau (weil sie abgestiegen sind), usw, alles einmalig!

Doch zu anderen Dingen: Da gab es im Hörfunk einmal eine Sendung über Billy Wilder. Der erzählte davon dass er eines Nachts einen tollen Traum hatte, wach wurde und sich dachte, den muss ich mir aufschreiben, das wird das Thema für meinen nächsten Film! Am Morgen las er dann den Zettel und machte sich auf die Suche nach einem entsprechenden Drehbuch. Auf dem Zettel stand „Boy meets Girl“ – so einfach können die Einfälle sein.

Arno Geiger sagte vor kurzem: Sprache soll nicht falsch sein, sondern präzise und Präzision gehört zu den acht Dingen eines Schriftstellers!
Es ist etwas Biederes in die Literatur eingezogen, kommt das daher, dass immer mehr Schauspieler, Moderatoren, Buchhändler, Verlegen glauben es besser zu können? Oder sind die Texte der div. Schreibwerkstattabsolventen handwerklich so gut geworden, dass sie austauschbar sind? Scheren sich nicht mehr um die Sprache sondern nur um die Markttauglichkeit? Margit Schreiner sagte in der Literatur brauchen wir keine politische Korrektheit und Marktorientierung, sondern Leute die schreiben, was sie sagen wollen, selbst wenn sie das nicht dürfen! Danke Fr. Schreiner!

Daher die Überlegungen den „Mohr im Hemd“ abzuschaffen? Nun ja, als Kalorienbombe gehörte er eigentlich eh schon lange eliminiert! Aber seien wir ehrlich: die Versuche Entgleisungen, Rassismus usw. sprachlich zu steuern hat etwas hilfloses an sich, es kann doch die Probleme nicht aus der Weltschaffen, wenn ich nur mehr vom Farbigen oder Afrikaner oder Roma rede aber innerlich der gleich Saupartl geblieben bin! Wir schaffen damit neue Wortungetüme und geben den Übelmeinenden neue Angriffe in die Hand um sich darüber herzumachen und die alten Ressentiments unter neuem Gewand anzubringen.

Der Feminismus war ja eine notwendige Strömung und doch hat er in vielen Belangen geirrt. Ist es nicht egal, ob nun von Studentinnen und Studenten gesprochen wird, es aber nur eine einzige Rektorin gibt? Und ob das der Kassenfrau im Supermarkt das Leben leichter macht?

Der Aktion die Spitze aufgesetzt hat aber einer Zeitungsnotiz, dass gerade das Binnen I also, die StudentInnen, die SchülerInnen, die KollegInnen, die SchriftstellerInnen usw. verpönt seien. Man solle sich doch dieses Binnen I einmal genau anschauen, es ist doch ein eindeutiges Phallussymbol! Hurra! Jetzt haben wir es! Die Welt steht noch lange! Wenn solche Blödheiten behauptet werden dürfen, kann die Uhr noch nicht abgelaufen sein! Wenn das Abendland zu solchen intellektuellen Glanzleistungen  fähig ist, dann dürfen wir noch viele geistige Errungenschaften erwarten!

Etwas noch, die neueste Masche, den Menschen zu helfen: Essen zu Gunsten der Obdachlosen! Da kommen die richtigen, die wahren Werte zum Vorschein! Nicht mehr die Gutmenschen, die mit ihrer grauslichen Gutmenschlichkeit den Bestmeinenden auch noch die Laune verderben. So kommen die Schirmherren (natürlich auch die Schirmfrauen) derartiger Aktionen endlich zur Geltung! Gutes tun mit Genuss! Was bringt es, wenn wir über dem Leid der Welt in Gram und Schmerz zerfließen? Elend ist die Chance für eigenen Lustgewinn!
Am 27. April in Wien war es soweit: Hineinhauen in die Stelzen, Schweinsbraten, Kalbsnierndln, die Sacherorten, Cremeschnitten, Austern schlürfen und Kaviar löffeln, Champagner trinken auf Menschenliebe komm raus. Was wohltut, das ist wohlgetan!
Lassest uns essen für die Hungrigen, Saufen für die Durstigen, reich sein für die Armen, es ist ja schließlich zu ihren Gunsten!

Kommen wir zur Literatur im engeren Sinne, wobei ja diese oben erwähnten Schmankerl ja durchaus Anregungen für Literatur sein könnten – siehe Billy Wilder. Oder, wie Michael Scharang schrieb: „Um zu urteilen, bedarf es einer klaren Sprache ohne Lüge und Phrase und nicht einer „politisch korrekten“ Sprache. Die ist keine Errungenschaft, sondern ein Mindeststandard. Die Debatte über die politisch korrekte Sprache führt von der Sache so weit weg, dass man das Ergebnis durchaus als erstunken und erlogen bezeichnen kann.“ Danke Kollege Scharang!

Reibeisen Nr. 30 ist erschienen und wurde auch bereits fleißig an die Interessenten (und hoffentlich damit an die Leser gebracht. Das Echo war ausschließlich positiv: regional, national und international. Sepp Grassmugg hatte ein wichtiges Gespräch mit unserem neuen/alten Bürgermeister, vielleicht werden die Zusagen eingehalten und wir bekommen im kommenden Jahr tatsächlich mehr Zuschüsse für unsere Arbeit.
Noch stehen einige Präsentationen bevor: 27.September in Graz, 12. Oktober in Piran (Slowenien), 31. Oktober in Berlin und 4. November in Kiel. Fein, die Zusammenarbeit mit unserer deutschen Redaktion trägt Früchte, vielleicht klappt es auch noch mit einer Präsentation in unserer Partnerstadt Frechen!

Reibeisen Nr. 31: Einsendetermin ist vorbei, Sepp Grassmugg sammelt und sortiert bereits die eingelangten Beiträge. Demnächst beginnt die Kopierarbeit und dann treten wieder unsere Juroren in Aktion.
Der Schwerpunkt liegt 2014 u. a. auf unserem Nachbarland Ungarn, weiters wollen wir auch ein wenig die Arbeitswelt in der Literatur darstellen. Auch dazu gibt es schon  eine Reihe von Texten bzw. Textzusagen. Über den Feuilletonteil zerbricht sich die deutsche Redaktion schon den Kopf, es sieht also so aus, dass auch Heft 31 – 2014 wieder eine tolle Ausgabe wird.

Übrigens 2014: Da gibt es wieder eine Biennale in Kapfenberg, damit kommen wir unserer Verpflichtung nach, die Neuerscheinungen unserer Mitglieder zu präsentieren. Und ich kann eines bereits verraten: Das ist eine ganze Menge! Unsere Mitglieder sind höchst produktiv!


Um diese Nachlese(n) nicht immer so umfangreich zu machen, verzichte ich darauf, die Buchbesprechungen und –empfehlungen zu wiederholen. Sie sind auf unserer Homepage nachzulesen, dort werden sie auch sofort nach Erscheinen aufgenommen. Und ich freue mich immer, wenn ich ein neues Buch finde, lese, begeistert bin. Dann möchte ich meine Begeisterung weitergeben und andere Menschen animieren, dieses Buch zu lesen.
Ich lade Sie ein, auf unserer Homepage www.europa-literaturkreis.net zu schmökern und holen Sie sich Anregungen zu einem Sommer mit viel Lesestoff!

Termine:
Ich möchte noch darauf hinweisen, am 8. August starten Literaturkurse mit Christine Teichmann (Prosa), Ruth Barg und mir (Lyrik) im Rahmen der Aflenzer Kunstwochen. Siehe dazu www.aflenzer.kunstwochen.at Besonders hinweisen möchte ich darauf, dass im Rahmen einer großen öffentlichen Schlussveranstaltung die erarbeiteten Texte vorgestellt werden. Gemeinsam mit den übrigen Teilnehmern an den Kunstwochen (Maler, Fotografen Tänzer, Musiker) wird ein großer, schöner Abend im prachtvollen Ambiente der alten Propstei gestaltet. Wer weiß, vielleicht sind bei den Teilnehmern der Literaturkurse neue Reibeisenautoren dabei? Ich sag es frei nach Karl Farkas: „Schauen Sie sich das an!“

Der zweite Termin bezieht sich ebenfalls auf eine Weiterbildungsveranstaltung für Autoren: vom 10. bis 13.Oktober sind wir in Slowenien in Piran /Hotel Fiesa. Dabei ist der Prosakurs mit Karl Mittlinger bereits ausgebucht, bei Reinhard Mermi – Lyrik sind noch einige Plätze frei. Interesse? Bitte sofort mit christine.teichmann@aon.at Kontakt aufnehmen! Wir haben eine gemeinsame Busfahrt organisiert, so dass niemand Sorge wegen der slowenischen Autobahnmaut, Fahrt mit dem eigenen Auto im Ausland, Promilleproblemen usw. haben muss.

Ein Sir ist abgetreten. Walter Jens, langjähriger Juror in Klagenfurt, ständiger Widerpart von Marcel Reich Ranicki und – fast - immer auf Seiten der Autoren, verstarb von wenigen Wochen. Geboren 1923 in Hamburg, als Literat, Kritiker, Historiker und Übersetzer tätig, lange Jahre Präsident des PEN-Deutschland. War er seinerzeit bei der Gruppe 47 wegen seiner beißenden Kritik gefürchtet, so ganz anders in Klagenfurt. Und nicht einmal konnte Humbert Fink, der Anreger und Gründer des Ingeborg Bachmannbewerbes, als Moderator nach einer zorngeschwellten Rede von MRR ankündigen: „Es kommt was kommen musste: Walter Jens“ Danke für die vielen interessanten Gespräche, aber auch für die Bücher aus seiner Feder. Ich möchte dabei nur auf einziges hinweisen: „Der Fall Judas“ (1975) Darin behandelte Jens, der überzeugte Christ und Pazifist in einem fiktiven Seligsprechungsprozess den Fall des Judas Iskariot.

Die Klagenfurter Rede zur Literatur, diesmal von Michael Köhlmeier gehalten – eine berührende Gedenkrede für den früh verstorbenen (und in Klagenfurt „hingerichtet“) Autor Jörg Fauser. Verbunden mit einer Abrechnung mit jenen, die „dabei sind den Bachmannpreis abzumurksen“.
(Im Internet unter www.bachmannpreis.eu nachzuhören)


Herzliche Grüße aus der sommerlichen Steiermark!

Hans Bäck